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Unsere Gruppen

Luthermarkt 2012
Foto: Karin Fischer

Das Gemeindeleben in unseren Kirchengemeinden prägen zahlreiche Gruppen und ehrenamtlich engagierte Menschen: von der Angehörigengruppe psychisch Kranker bis zur übergemeindlich arbeitenden „Wärmestube", einer Anlaufstelle für Obdachlose.

Manche Gruppen und diakonischen Angebote gibt es schon seit Jahrzehnten, andere sind erst in jüngerer Zeit entstanden - so z. B. die Gruppe „Compass", die sich um Menschen mit Migrationshintergrund kümmert, oder die Internetgruppe, die diese Seiten entwickelt hat und pflegt.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die vielen Angebote zu nutzen und/oder sich selbst aktiv einzubringen. Alle Gruppen sind offen für neue Mitglieder, manche benötigen sogar ganz dringend Verstärkung.

Wenn Sie wissen möchten, welche Gruppen es gibt, was sie machen und wer die Kontaktpersonen sind, klicken Sie einfach auf den Gruppennamen, rechts in der Auflistung.

Hier finden Sie weitere Gemeindegruppen der Stader Kirchengemeinden

Leuchten - wachsen - ernten - aufatmen: Mit St. Cosmae durch`s Jahr

Mit Kindern, Mamas und Papas, Großeltern und allen, die mögen, feiern wir den Jahreslauf und Gottes Kreativität, die sich überall zeigt. Wir treffen uns das nächste Mal am 24. Januar 2021 von 16 - 17.30 Uhr im Gemeindehaus am Bockhorster Weg 27.

Bitte bringt einen eigenen Becher und wetterfeste Kleidung mit – wir erkunden, basteln und spielen, wir erzählen und verbringen gemeinsam drinnen im Haus oder draußen auf der Streuobstwiese Zeit. Wir bitten um einen kleinen Kostenbeitrag von drei Euro, Anmeldungen gehen an Pastorin Johanna Wutkewicz.

Der Rhythmus des Jahres ist für uns alle spürbar. Im Winter sehnen wir uns nach dem Licht. Im Frühling freuen wir uns über neues Wachstum. Im Sommer genießen wir lange, helle Tage. Im Herbst sammeln wir Früchte und lagern Vorräte ein, die uns wieder durch den Winter tragen. Auch in den kirchlichen Festen des Jahres zeigen sich die Veränderungen des Lebens, wir entdecken Gott als den, der unsere Welt hält und uns in den unterschiedlichen Momenten unseres Lebens begleitet.

Am Anfang, als gar nichts war, da sagte Gott „So!“, denn wer „So!“ sagt, der ist noch lange nicht fertig. Und dann krempelte er die Ärmel hoch und machte das Licht an, denn er wollte sehen, was er da tut und als es leuchtete, gefiel es ihm schon gut. Es gab Tag und Nacht und dann trennte er Festes und Flüssiges und als Gott das so ansah, musste er schmunzeln, denn obwohl das noch keiner ahnen konnte, wusste Gott schon: Dahinten, wo es so flach ist, dicht neben dem Fluss, da wird mal eine Stadt sein, die heißt dann Stade und wird richtig schön sein!

Gott machte weiter und schuf Gras und Kraut, Schneeglöckchen und Erika, Bromelien und speziell für bayerische Bauernhöfe die Geranien. Und weil Blumen und Sträucher zwar das Herz erfreuen, aber nicht satt machen, auch noch Apfelbäume, Kartoffeln und Kokosnüsse.

Und Gott dachte sich Tiere aus, Wale und Rotkehlchen, gehaubte Kapuzineraffen und Marienkäfer. Und sie gefielen ihm und er stupste sie an und sagte: Seid fruchtbar und mehret euch, damit immer was los ist auf der Erde! Und weil Gott gerade in Schwung war, schuf er noch Clownsfische und Faultiere, denn er hat Freude daran, seinen Humor in der Schöpfung zu verstecken.

Und dann kam Gott zu seiner besten Idee: Er spürte tief in sich hinein, er sah sich an und dann machte er Menschen, Frauen und Männer, Babys und alte Opas, runde Tanten, schlaksige Jugendliche und niedliche Kinder, Menschen unterschiedlichster Herkunft. Und einem jeden von ihnen legte er etwas von sich ins Herz, denn sie alle waren sein Ebenbild und geben dieses Erbe bis heute weiter an jede neue Generation.

Das alles schaute Gott an und sagte das einzig Mögliche: Das ist sehr gut.

Wer hat das miterlebt? Wer weiß, dass es genau so gelaufen ist? Niemand. Dieser wunderbare, farbenfrohe Text ist ungefähr 600 vor Christus geschrieben worden, als das Volk Israel im babylonischen Exil festsaß und gar nichts gut war. Fremdbeherrscht und unterdrückt besannen sich die Israeliten auf Jahwe, den Gott Israels und sie saßen an den Flüssen Babylons und während sie noch weinten, erzählten sie sich Geschichten davon, wie schon immer Gott da war, voll Leben und Gestaltungskraft, der mit Liebe und Verstand alles geschaffen hat und einem jeden Menschen zuflüstert: Dich habe ich ganz besonders gern und du bist sehr gut! Als diese Geschichten erzählt wurden, da wussten die Menschen schon, dass der erste Schöpfungsanblick nicht mehr ihr Zuhause ist. Von der Erfahrung der Heimat in Gottes Worten: „Sehr gut!“ träumten sie nur.

Zu allen Zeiten wussten die Menschen um die Bedrohung der Schöpfung und den hohen Preis der Unterdrückung. Gerade darin aber findet die Schöpfungserzählung ihren Wert; die Menschen schauen die Welt an und entdecken auch in ihrer Traurigkeit trotzdem überall Fülle und Schönheit, auch in Stade!

Wenn wir die Schöpfung bewundern in ihrer Verschiedenheit, dann gebe Gott, dass wir das leise Raunen hören: Das ist sehr gut! Alles, was lebt, trägt dieses göttliche Gütesiegel, seine Freude an unserem Sein.