Gottesdienst und Demo für den Klimaschutz am 20. September in Stade

Nachricht 12. September 2019

Für den 20. September 2019 sind auf der ganzen Welt vielfältige Aktionen geplant, die darauf zielen, die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, zu mehr Engagement in der Verwirklichung der Klimaziele von Paris zu bewegen. Die FridaysforFuture-Bewegung ruft deshalb alle Menschen auf, ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz zu setzen und zusammen mit den jugendlichen Demonstrant*innen auf die Straße zu gehen. Eine solche Großdemo findet um 16 Uhr auch in Stade statt. Sammelpunkt ist der Parkplatz hinter dem Bahnhof.

Viele Schüler*innen, die auch sonst schon an den Protesten beteiligt waren, wollen aber zusätzlich deutlich machen, dass ihr Eintreten gegen den Klimawandel nicht nur politisch motiviert ist, sondern auch ein Ausdruck ihres Glaubens ist. Deshalb laden christliche Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden zu einem Auftaktgottesdienst um 15 Uhr in die Neuapostolische Kirche (Brinkstraße 10) ein. Der Gottesdienst findet im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK Stade) statt.

Ausdrücklich sind Menschen jeden Alters eingeladen. Unter dem Titel „Lust auf Wandel“ wollen wir alle gemeinsam singen, beten, die Schöpfung feiern und uns ganz bewusst mit einem geistlichen Impuls auf die Demonstration einstimmen.

Die Landeskirche Hannovers engagiert sich ebenfalls für den Klimaschutz. Die neue Verfassung der Landeskirche, die am 1. Januar 2020 in Kraft tritt, enthält einen ausdrücklichen Verweis auf die Verpflichtung zur Bewahrung der Schöpfung. Bei ihrer Tagung im Mai 2019 sprach sich die Landessynode, das Parlament der Landeskirche, für eine noch konsequentere Ausrichtung der Landeskirche an den Zielen des Klimaschutzes aus. Entsprechende Vorschläge werden aktuell erarbeitet.

Im Jahr 2012 hat die Landeskirche ein Klimaschutzkonzept vorgelegt. Es analysiert den bisherigen Beitrag der Landeskirche zum Klimawandel, zeigt Potenziale zur Emissionsreduktion auf und empfiehlt 51 konkrete Maßnahmen. 2015 wurde die Umsetzung zentraler Empfehlungen des Klimaschutzkonzepts beschlossen. U.a. sollen die CO2-Emissionen, die durch die dienstliche Mobilität der kirchlichen Mitarbeiter*innen entstehen, um 20% bis 2018, um 50% bis 2030 und um 80% bis 2050 im Vergleich zum Jahr 2015 reduziert werden.