7. September 2018

Nachricht

Anton Bruckner Messe f-Moll am 23.09.2018 um 18 Uhr in St. Wilhadi

Sinfonische Klänge, hohe Chorkunst und maximaler Ausdruck, diese Elemente finden sich in der Messvertonung von Anton Bruckner

Stadtkantorei Stade,
Stadtkantorei Stade 2017, Foto: Hans-Martin Bertram

Damit testete der Österreicher 1868 die Grenzen des damals musikalisch Machbaren aus. Noch als Linzer Domorganist schloss Bruckner das Werk ab, danach widmete er sich vor allem der Gattung der Sinfonie in Wien. Viele Elemente davon finden sich schon in der f-moll-Messe.

In der Messvertonung gibt es starke Kontraste in der Lautstärke, fast alle Klangfarben eines großen Sinfonieorchesters setzt Bruckner ein. 
Bruckner war zeitlebens tief gläubig und schaffte es wie nur wenige Komponisten seiner Generation, zentrale Glaubensinhalte eindrucksvoll in Musik zu setzen.
   
Die f-Moll Messe ist auch in der Besetzung ungleich größer angelegt als die e-Moll Messe; sie wird daher oft mit Recht Bruckners „Große Messe“ genannt. Ihre Entstehung fällt in die Jahre1867/68, in die Zeit der Arbeit an der 2.Sinfonie. Bruckner hatte inzwischen das für ihn so entscheidende Erlebnis Richard Wagner gehabt, das in manchen Einzelheiten der f-Moll Messe seinen Niederschlag findet. Das Orchester, diesmal auch mit voller Streicherbesetzung, ist sehr sinfonisch behandelt, zum Chor treten vier Solostimmen, die bedeutungsvoll in das Geschehen eingreifen.

Nach kurzer Einleitung, die uns eindringlich in vielen Wiederholungen das schlichte Hauptthema vorführt, setzen die Frauenstimmen mit dem „Kyrie eleison“ (Herr, erbarme Dich) ein. Gedämpftes Licht liegt über diesem Anfang, das erst mit dem Eintreten des Solosoprans „Christe eleison“ (Christ, erbarme Dich) zur Aufhellung und schließlich leuchtenden Steigerung führt, die zum Schluss des Satzes wieder in ein psalmodierendes Pianissimo verfällt.

In strahlendem Aufschwung setzt das Allegro des Gloria ein.
Das großartige Credo- Motiv, in machtvollem Aufstieg zur Dur-Terz, wird uns gleich zu Beginn im Unisono von Chor und Orchester vorgeführt. Dieses Thema spannt einen großen Bogen über den Riesensatz mit seiner Wiederkehr in der Mitte „et in spiritum sanctum“ (und an den Heiligen Geist) sowohl als Thema der grandiosen Schlussfuge „et vitam venturi saeculi“ (und an ein ewiges Leben).
Über dem Beginn des Sanctus liegt eine mild verklärte Stimmung. Erst mit dem „pleni sunt coeli et terra“ (erfüllt sind Himmel und Erde) sowie dem strahlenden Einsatz des Solosoprans „Hosanna in excelsis“ steigert sich der Satz zu begeisterten Ausbrüchen.

Dem Benedictus ist eine ausdrucksvolle längere Orchestereinleitung vorangestellt, ein zarter Streichersatz, in dem Geigen und Celli innige Zwiesprache halten. Zarte Streicherfiguren umranken das geheimnisvolle Psalmodieren des Chors, ein wundervoller Höhepunkt wird hier im lichten Aufstieg des Solosoprans erreicht.

In stiller Demut beginnt das Agnus Dei (Lamm Gottes), langsam steigert sich der Bittruf „miserere nobis“ (erbarme Dich unser) unter Vorantritt der Solisten zu leidenschaftlichen Ausbrüchen des Chors. Den versöhnend ausgleichenden Abschluss nimmt die Messe mit dem „dona nobis pacem“ (gib uns den Frieden). Das Thema des Kyrie, nunmehr nach Dur abgewandelt, erklingt in den Holzbläsern. Der Chor greift es auf, steigert es, um dann in kraftvoller Zuversicht die Friedensbitte zum Thema der Gloria-Fuge unisono aufzugreifen. Nach diesem Höhepunkt verklingt der Satz in stiller Gottergebenheit.

Die Aufführung findet am Sonntag, den 23.9.18, 18.00 Uhr in St. Wilhadi statt. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Hauke Ramm musizieren namhafte Solisten, die Stadtkantorei Stade und die Kammersinfonie Bremen.
 

 

Karten

Erstmalig können Karten auch direkt im Internet bestellt werden!

  • Karten: 28 - 10 €
  • Schüler: 23 - 5 €
  • zzgl. Vorverkaufs- und Systemgebühr

Vorverkauf:

Restkarten an der Abendkasse

Kirchenmusikdirektor Hauke Ramm

Hauke Ramm

Tel.: 04141 922275