11. August 2016

Nachricht

Ankommen in Deutschland - helfen Sie dabei?

Einheimische Begleiter für Flüchtlingsamilien und -singles gesucht


Sind Sie interessiert an Menschen und fremden Kulturen? Können Sie sich vorstellen Flüchtlinge dabei zu unterstützen, sich im deutschen Alltagsleben zurecht zu finden? Sprechen Sie vielleicht sogar etwas Englisch oder eine andere „Flüchtlingssprache“ (keine Bedingung)?

Wenn das auf Sie zutrifft, überlegen Sie doch, ob Sie nicht einem Flüchtling oder einer Flüchtlingsfamilie etwas von Ihrer Zeit spenden können und wollen. Das ist mindestens so wichtig wie eine Sachspende - wenn nicht sogar wichtiger!

Konkret geht es darum, den Alltag zu erklären. Wo kann man nach einer Wohnung Ausschau halten? Was hat es mit dem Mietvertrag auf sich und den Mietnebenkosten? Muss man die Treppenhausreinigung übernehmen? Warum ist es nicht klug, beim Heizen die Fenster ständig „auf Kipp“ zu lassen? Wer bezahlt was? Wo meldet man Gas und Strom an? Wie kommt man zu einem Bankkonto und einem Telefon- bzw. Handyvertrag? Warum muss man Rundfunkgebühren bezahlen und wie kann man sich befreien lassen? Wie viel Geld bleibt zum Leben und warum ist es klüger, sich persönliche Wünsche erst am Monatsende zu erfüllen? Wie kann man in einem Sportverein Mitglied werden? Wie funktioniert die Mülltrennung und was muss man tun, damit der Müll auch abgeholt wird? Wer kann einen Job vermitteln? Wie findet man einen Arzt? Wie funktioniert der öffentliche Personennahverkehr? Welche Verkehrsregeln sind wichtig und warum macht eine Privathaftplichtversicherung Sinn? Wie kann man fehlende Möbel und Hausrat komplettieren? Welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung gibt es? Wie kommt man an einen Sprachkurs oder Integrationskurs? - Das sind nur einige von vielen Fragen, die sich Flüchtlingen stellen.

Sehr viele Menschen engagieren sich bereits jetzt in der Flüchtlingshilfe. Sie organisieren Flüchtlingscafés, erteilen Deutschunterricht, sammeln und sortieren Sachspenden, bieten Freizeitprogramme in Gemeinschaftsunterkünften an oder Informationsveranstaltungen zum Asylverfahren und zur beruflichen Integration. Doch je mehr Flüchtlinge in Wohnungen ziehen, desto schwieriger wird es, sie zu erreichen. Die Gefahr, dass sie dort „vereinzeln“ und eher unter „Ihresgleichen“ bleiben, ist groß. Dabei ist es sehr wichtig, dass Flüchtlinge genügend Gelegenheit haben, ihre erlernten Sprachkenntnisse auch anzuwenden. Dafür sind möglichst regelmäßige Kontakte zu Deutschen unerlässlich.

 

Wollen Sie mehr wissen?

Wenn Sie sich eine Mentoren-Rolle für einen Flüchtling vorstellen könnten oder weitere Informationen wünschen, melden Sie sich gern per E-Mail (telefonisch nur abends oder am Wochenende).

Frau Karin Fischer

karin_fischer

Tel.: 04141 530178
Mobil: